Gedichte und Texte

© BeSuCa

Der Faden

Plötzlich,
einfach so,
habe ich
den Faden verloren
der uns verbindet.

Mitten im schönsten Muster
griff ich plötzlich
ins Leere.
Der Faden, der Weg, das Ziel
fiel mir davon,
so als ob
es nie
von Bedeutung gewesen wäre.

Jeder Gedanke
war nur noch
von Stille
und Leere erfüllt.

So stürzte ich
unaufhaltsam
in das bodenlose Nichts
meiner Selbst.
Nicht einmal
für Angst war Raum,
denn mein Staunen
über die Schwerelosigkeit
in allem
war so groß.

Jede Frage
wurde einfach
davon getragen,
von dem zärtlichen Plätschern
einer Quelle,
die ich von weitem hörte.

Bald schon
saß ich an ihrem Ufer
um mich zu stärken
und entdeckte im Wasser
eine Gestalt,
die ein leuchtendes Gewand
aus Farben trug.

Dieses Wesen aus Licht
war so schön,
dass ich ganz
in ihr versank
und alles um mich
vergaß.

Ich fühlte mich
so geborgen
und umarmt
wie nie zuvor
in meinem Leben
und beschloß,
nie wieder
von dort fort zu gehen.

Großer Frieden
erfüllte mich
und in dem Gefühl
tiefer Liebe
und Verbundenheit,
entdeckte ich plötzlich,
wie das Wesen aus Licht
mir die Hand entgegenstreckte,
mit dem Faden darin,
den ich verloren glaubte.

 

© Bernd Suriel Casel 22.05.2001

Rubrik - Repräsentative Begriffe:
Antworten, Begegnung, Erste Hilfe, Motivation, Spirituelles

Keywords - Repräsentative Begriffe:
Berührung durch Worte, Engel, Engelgedicht, Fadengedicht, Faden, Gefühle, Inspiration, verlorener Faden, Lichtwesen, schöne Gedichte, Wesen aus Licht,

‹ vorheriges Gedicht | nächstes Gedicht ›
wrapper_end
Kontakt | Impressum | Datenschutz