Gedichte und Texte

© BeSuCa

Stiller Ruf

Die unerfüllte Sehnsucht
zog mit Dir dahin
wie ein Schiff
mit unbekanntem Ziel.

Viele Jahre lebten wir
im treuem Bund
der Liebe
und lebten unsere Sehnsucht
nicht,
aus Angst
uns zu verlieren
im tiefen Strudel
der Lust
und Leidenschaft.

So ruft mein Körper
auch heute noch
nach Deinen Händen,
Deinen Lippen,
deiner Haut
und immer wieder
quält die Frage mich -
warum haben wir
uns nicht getraut,
alles loszulassen?

Die Sehnsucht bleibt
nach all der Zeit,
die nur noch
Deine Schatten trägt.

Wie ein Hauch von Musik
die noch keine Noten kennt,
berührt sie
mit wohlbekanntem Klang
der wie aus Seide gewebt ist,
immer wieder
meine nackte Haut.
Dann spüre ich deutlich,
wie von fern
Deine Lust mich ruft
und zügellos
durch Zeit und Raum
- ohne Angst -
nach meinem Herzen greift.

Wie loderndes Feuer
spüre ich die flammenden Zungen
Deiner Leidenschaft
dann meinen brennenden Körper
verzehren
und immer wieder
quält die Frage mich -
wie kann man einander
nur so begehren
und doch
die Angst nicht überwinden,
gemeinsam
zu Asche zu verglühen,
Haut an Haut?

© Bernd Suriel Casel 23.01.2000

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