Gedichte und Texte

© BeSuCa

Zweifel

Und ist der Zweifel
noch so klein,
wir lassen ihn
zur Tür herein.
Kopf und Verstand
ziehen ihn groß
und lassen ihn
aufs Leben los.
Dort herrscht er dann
von früh bis spät,
bis sich kein Rad
mehr selber dreht.
Das Leben schweigt
in seinem Bann,

bis selbst die Liebe
nicht mehr kann.
So lieben wir
den Zweifel bloß
und rennen
auf die Menschheit los.

Immer gibt es
was zu meckern -
ob Bienen
Blütenstaub verkleckern
oder ein Gast
den Milchkaffee -
stets schwingt um uns
ein Jemienee.

Die Lösung kam
zum greifen nah
als ich die Zwei
im Zweifel sah.

Um nicht am Zweifel
zu verzweifeln,
begann am Zweifel
ich zu zweifeln.
Das läuft von selbst
so nebenher
und jeden Tag
freu ich mich mehr.

Die Zweifel
gehen nun
Hand in Hand
und tanzen mit
Kopf und Verstand.

 

 

Bernd Suriel Casel 05.04.2000

Rubrik - Repräsentative Begriffe:

Keywords - Repräsentative Begriffe:
Zweifel, meckern, nörgeln, Beschwerde

‹ vorheriges Gedicht | nächstes Gedicht ›
wrapper_end
Kontakt | Impressum | Datenschutz